JGS®-Rinne von Funke wichtiger Baustein im Aktivstall-Konzept

Funke Industrie

JGS®-Rinne von Funke wichtiger Baustein im Aktivstall-Konzept

14. April 2026

JGS®-Rinne von Funke wichtiger Baustein im Aktivstall-Konzept

Tiergerechte Sauenhaltung auf Hof Hörstmann

Rund vier Jahre und Investitionen in Millionenhöhe hat Michael Hörstmann für den Umbau des elterlichen Hofes zu einer modernen Sauenhaltung gebraucht, bevor im November 2021 die ersten Tiere eingestallt werden konnten. Inzwischen leben rund 320 Sauen mit Ferkelaufzucht und Mast in dem modern gestalteten Sauenbetrieb, bei dessen Konzeption insbesondere das Tierwohl und Umweltschutzaspekte im Fokus stehen. Ein wichtiger Baustein im so genannten Aktivstall-Konzept, das neben mehr Tierwohl auch für Transparenz und kurze Transportwege steht, ist die Funke JGS®-Rinne, die für trockenen Auslauf in den Ställen und Auslaufbereichen sorgt.

Früher war Hof Hörstmann ein Nebenerwerbsbetrieb mit Schweine-Mast, auf dem Sauen und Ferkel bis zur Schlachtreife aufgezogen wurden. Nach einer zusätzlichen kaufmännischen Ausbildung entschloss sich der gelernte Landwirt Michael Hörstmann mit Übernahme des Hofes das Konzept eines Aktivstalls für Schweine umzusetzen. Nicht zuletzt hat auch eine verschärfte Gesetzgebung zu dieser Entscheidung beigetragen, aber auch der Wunsch, den ganzen Betrieb möglichst nachhaltig und in geschlossenen Kreisläufen im Sinne von Mensch und Tier zu bewirtschaften. „In einem Aktivstall leben alle Tiere in unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel in unterschiedlichen Stroh- und Spaltenbodenbereichen sowie in Fress- und Wühlbereichen, die mit Stroh ausgelegt sind. Darüber hinausstehen den Tieren auch helle Stallbereiche mit Duschen und Spielzeugen, dunklere Ruhebereiche sowie Außenklimabereiche zur Verfügung.“ Ein ebenso wichtiger Aspekt des Aktivstall-Konzeptes betrifft die Bewegungsfreiheit der Tiere. „Bewegen, Wühlen, Spielen, Baden, Ruhen, Suhlen – das sind Dinge, die hier ganz hoch im Kurs stehen“ so Hörstmann weiter. „Das die Tiere sich unter solchen Haltungsbedingungen wohlfühlen, erkennt man auf den ersten Blick.“

Tierwohl im Blick

Der Sauenbetrieb Hörstmann ist in unterschiedliche Teilbereiche gegliedert. Es gibt einen Sauenstall mit großem Außengelände, welches ganzjährig zugänglich ist. Im Inneren des Stalles können sich die Tiere frei bewegen und sich vielfältig beschäftigen. Insgesamt können rund 300 Sauen gehalten werden. Sie werden ca. drei bis vier Jahre alt und bekommen in dieser Zeit acht bis zehn Würfe. Im so genannten Abferkelstall ziehen die Sauen ihre Ferkel groß. Auch hier können sich die Sauen frei in ihren Boxen bewegen, in die mehrfach am Tag automatisch Stroh eingestreut wird. Nach Beendigung der Säugezeit kommen die Ferkel, die dann ein Gewicht von rund zehn Kilogramm erreicht haben, in den Ferkelstall. Hier bleiben sie, bis sie ein Gewicht von etwa 30 kg erreicht haben; danach siedeln die Tiere in einen Mastbetrieb um.

Hygiene großgeschrieben

Der Ferkelstall verfügt – ebenso wie der Sauenstall – über ein weitläufiges, mit Stroh eingestreutes Außengelände, in dem sich die Tiere frei bewegen können. „Da die Tiere diese Bereiche unter anderem auch zum Urinieren und Koten nutzen, werden wird das Verbrauchsstroh regelmäßig abgeschoben und frisches Stroh eingestreut“, erklärt Hörstmann. Um den hygienischen Ansprüchen zu genügen wurden diese Bereiche zusätzlich mit einer Funke JGS®-Rinne ausgestattet. Das Funktionsprinzip der Rinne aus dem Unternehmensbereich Funke Industrie der Funke Kunststoffe GmbH ist denkbar einfach: Die abfließende Jauche gelangt über zum System gehörende geschlitzte Rinnenablaufdeckel und Rinnenabläufe in die Rinne, die in der Bodenplatte verläuft. „Das System ist bis zu einem Druck von 2,5 bar wasserdicht und wird als Freispiegelleitung drucklos betrieben“, erklärt Dieter Jungmann, Leitung Funke Industrie, Funke Kunststoffe GmbH. „Es ist komplett in den Boden einbetoniert worden, um die nötige Längskraft-Zugkraftfestigkeit sicherzustellen.“ Damit erfüllt die Funke Jauche-Rinne die Anforderungen an Kanäle, Rohrleitungen, Rinnen und Schächte (6.6) der DWA- Richtlinie A 792 – „Technische Regel wassergefährdender Stoffe – Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen (JGS-Anlagen)“.

Funktionell und spülbar

Bei der Funke JGS®-Rinne handelt es sich um ein System von perfekt aufeinander abgestimmten Bauteilen. Es besteht aus grauen PVC-U-Rohren in einer Nennweite von DN/OD 110, 160 oder 200, Rinnenabläufen, weißen Betonschalstopfen, roten geschlitzten Rinnenablaufdeckeln sowie Langbögen und Kurzrohren. Die Rohre, die in verschiedenen Längen von 0,5 m, 1,0 m, 1,5 m, 3,0 m und 5,0 m lieferbar sind, verfügen über eine Ringsteifigkeit von SN 10 (10 kN), während die Formteile der Festigkeitsklasse SN 8 (SDR 34) entsprechen. Alle Komponenten sind wandverstärkt und mit einer fest eingelegten FE®-Dichtung ausgestattet. Die Rinnenabläufe verfügen über drei, die Bögen über zwei Muffen – das sorgt für dichte Verbindungen. Darüber hinaus sind die Rinnenabläufe innen mit einem so genannten Swept-Einlauf von 87°/45° ausgestattet – das trägt zu einem besseren Fließverhalten und damit zu einem besseren Abfluss bei. Die Rinnenablaufdeckel mit definierter Schlitzbreite sind befahrbar und für eine Punktbelastung von ≥ 600 kg konstruiert. In Kombination mit einem Funke Spülschacht kann die Jauche-Rinne regelmäßig nach dem Entmisten gespült werden. Der Inhalt von ca. 95 l (DN 400) kann per Hand oder auch per Fernsteuerung ausgelöst werden. Dabei wird ein einfacher Mechanismus in Gang gesetzt und die angestaute Wassermenge schießt schwallartig in die Jauche-Rinne und reinigt sie so ohne Einsatz von Fremdenergie und umweltschonend.

Für Landwirt Michael Hörstmann war der Einbau der Funke JGS®-Rinne eine gute Entscheidung. „Der Einsatz der Rinne trägt zur Förderung einer tiergerechten, umweltschonenden, qualitätsorientierten und bäuerlichen Nutztierhaltung bei“, ist Hörstmann überzeugt. „Kot und Harnstoffe werden schneller voneinander getrennt und die hieraus resultierenden geringeren Emissionen tragen ebenfalls zu einem besseren Klima auf dem Hof bei.“