03 Feb. 2026
Neuer KlemmTrac sorgt für zugfeste Verbindungen
Neuer KlemmTrac sorgt für zugfeste Verbindungen
Funke JGS®-Rohrsystem leitet die Sickersäfte aus dem Fahrsilo ab
Seit 2021 bewirtschaftet Landwirt Michael Hörstmann seinen auf Sauenhaltung spezialisierten Betrieb nach dem Aktivstall-Konzept. Rund 320 Sauen mit Ferkelaufzucht und Mast leben in den verschiedenen Bereichen des Hofes, wobei insbesondere das Wohl der Tiere im Fokus des Betreibers steht. Dementsprechend sind die Ställe so gestaltet, dass Bewegen, Wühlen, Spielen, Baden, Ruhen oder Suhlen jederzeit möglich sind. Zudem sind die mit Stroh eingestreute Außenbereiche, welche die Tiere unter anderem auch zum Urinieren und Koten nutzen, mit einer Funke JGS®-Rinne ausgestattet. Sie sorgt dafür, dass die Auslaufbereiche trocken bleiben.
Auch vor der Fahrsiloanlage des Hofes ist die Rinne für das Auffangen der Silagesickersäfte im Einsatz: Während sie in den Außenbereichen der Ställe in Beton verlegt wurde, um die nötige Längskraft-Zugkraftfestigkeit sicherzustellen, sorgt der neu entwickelte Funke JGS-KlemmTrac® bei der Rinne im Silagebereich für zugfeste, längskraftschlüssige und nicht lösbare Verbindungen bei der Verlegung im Boden. Im Oktober 2025 erhielt der JGS-KlemmTrac® die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) unter der Nummer Z-40.23-615 – ein wichtiger Meilenstein für die sichere Planung und Ausführung von JGS-Anlagen.
Auf rund 40 ha wird auf Hof Hörstmann Getreide für die Schweinehaltung angebaut. Hinzu kommen etwa 20 Hektar Mais sowie 10 Hektar Kulturen wie zum Beispiel Raps. Das befahrbare Silo ist 8 m breit und 25 m lang. Laut Michel Hörstmann ist der Boden mit einem bituminösen Schutzanstrich, einem so genannten Silolack versiegelt, der einmal im Jahr erneuert wird. Unter anderem sorgt die Versiegelung dafür, dass die anfallenden Silagesickersäfte das Betonfundament nicht angreifen. Aufgrund der zur offenen Seite leicht geneigten Bodenplatte werden diese oberflächlich abgeleitet und am Ende des Silos in die Funke JGS®-Rinne geführt, die quer vor der Siloanlage verläuft und in einem Abstand von ca. 1,50 m über geschlitzte Rinnenablaufdeckel verfügt. Über die Rinnenablaufdeckel – sie sind befahrbar und für eine Punktbelastung von ≥ 600 kg konstruiert – sowie die Rinnenabläufe fließen die Silagesickersäfte sicher ab und werden über einen Schieberschacht in einen Güllebehälter geleitet.
Formschlüssig und zugfest
„Das Funke JGS®-Rohrsystem kann als Freispiegelleitung im Innen- und Außenbereich von Ställen sowie in Hof- und Siloflächen zur Ableitung von wassergefährdenden Stoffen eingesetzt werden“, sagt Dieter Jungmann, Leitung Funke Industrie, Funke Kunststoffe GmbH. Aufgrund ihrer materialtechnischen und bauartbedingten Eigenschaften erfüllen Rohrsystem und KlemmTrac die Anforderungen an Kanäle, Rohrleitungen, Rinnen und Schächte der DWA-Richtlinie A 792 – „Technische Regel wassergefährdender Stoffe – Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen (JGS-Anlagen)“. Das Besondere: Bei der Montage werden die Rohre des JGS®-Rohrsystems zugfest mit dem KlemmTrac verbunden. Das neu entwickelte Bauteil besteht aus zwei Halbschalen und wird aus schlagzähem PVC-U im Spritzgussverfahren speziell für das Funke JGS®– Rohrsystem gefertigt. Es ist in den Nennweiten DN/OD 110, 160 und 200 erhältlich. Die Halbschalen weisen im Inneren die Geometrie der Verbindungsmuffe (Sicke) auf. „Bei der Montage legt sich der KlemmTrac formschlüssig um die Dichtungssicke des nächsten Rohr- oder Formteiles und verhindert zuverlässig ein Auseinanderziehen der Verbindung“, so Jungmann weiter.
Verschiebesichere Verbindung
Beide Halbschalen verfügen über jeweils drei Haltekrallen, die beim Festziehen des KlemmTracs eine feste Verbindung mit dem Kunststoffrohr eingehen und so für eine verschiebesichere Verbindung sorgen. Nach dem Positionieren werden die beiden Halbschalen mittels Drehmomentschlüssel mit einem Anzugsmoment von 8 Nm miteinander verschraubt. Die Spezialschrauben sind mit einem nicht lösbaren Schraubenkopfprofil ausgestattet und werden mit einem speziellen Bit angezogen.






