Optimal versorgt mit Funke

Funke Kunststoffe

Optimal versorgt mit Funke

3. September 2026

Optimal versorgt mit Funke

Urbanes Grün für besseres Mikroklima

Mit einem Stadtklimakonzept geht die bayerische Stadt Memmingen die Herausforderungen des Klimawandels aktiv an. In der historischen Altstadt wurden jetzt neue Bäume gepflanzt. Für ihre optimale Versorgung mit Wasser und Sauerstoff sorgen BeWa® Abläufe und BeWa® Filterschächte.

Die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung werden im schwäbischen Memmingen groß geschrieben. Unter anderem wegen der dichten Bebauung und des hohen Versiegelungsgrades in der historischen Altstadt hat Memmingen vor ein paar Jahren ein Konzept entwickelt, mit dessen Hilfe man den Auswirkungen des Klimawandels – vor allem Überhitzung und Starkregen – entgegentreten will. Eine der beschlossenen Maßnahmen ist jüngst in der Zangmeister- und in der Herrenstraße umgesetzt worden: das Pflanzen neuer Bäume.

Maßnahme gegen Hitze und Überflutung

„Bäume sind wichtig für das Mikroklima. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern kühlen im Sommer durch Verdunstung auch die Umgebungstemperatur. Damit leisten sie insgesamt einen wertvollen Beitrag für das Wohlbefinden der Menschen, die sich in der Altstadt aufhalten“, nennt Andreas Jaitner von der Stadt Memmingen einen der Vorteile, mit dem das Grün für mehr Klimaresilienz sorgt. Doch nicht nur die Hitzebelastung kann durch die neuen Stadtbäume gesenkt werden. Auch das Risiko von Überflutung infolge von Starkregen will die Stadt minimieren, indem ein Teil des Regenwassers erst gar nicht in die Kanalisation gelangt, sondern dahin, wo es gebraucht wird: an die Baumstandorte. Damit die neuen Bäume optimal versorgt werden, entschied sich die Stadt Memmingen für eine passive Bewässerung mit Produkten der Funke Kunststoffe GmbH aus Hamm. Die mit der Ausführung beauftragte Josef Hebel GmbH aus Memmingen verbaute daraufhin in der Zangmeister- und in der Herrenstraße insgesamt 13 BeWa® Abläufe mit BeWa® Filterschächten, Bewässerungswinkeln und Belüftungen.

Behandlung des Niederschlagswassers

Das Oberflächenwasser wird nun nicht mehr direkt in die Kanalisation geleitet, sondern gelangt zunächst in den BeWa® Ablauf, wo Grobstoffe im Schlammeimer zurückbleiben. Von hier aus passiert das grob gereinigte Wasser den in Memmingen ebenfalls eingesetzten, mit dem D-Rainclean® Substrat ausgestatteten BeWa® Filterschacht, der abfiltrierbare Stoffe (AFS), Schwermetalle, MKW und Mikroplastik mithilfe der Substratschicht bindet. Die auf diese Weise ohne großen Höhenverlust aufbereiteten Niederschlagsabflüsse eignen sich ideal zur Bewässerung der neuen Bäume – jedenfalls in den wärmeren Jahreszeiten. Für den Winterbetrieb, wenn mit Streusalzen zu rechnen ist, hat Funke Vorkehrungen getroffen, damit das urbane Grün durch das Salz keinen Schaden nimmt. So lässt sich das Leitelement im BeWa® Ablauf mit einem Handgriff derart ausrichten, dass die Fließrichtung zum Baumstandort blockiert ist. Das Niederschlagswasser gelangt in diesem Modus nur in die Kanalisation.

Starkregen hilft Bäumen für gewöhnlich kaum

Funke-Fachberater Lars Köhler hebt den Grund hervor, warum der BeWa® Ablauf auch bei Starkregenereignissen eine Hilfe für gestresste Stadtbäume ist: „Heftige Niederschläge setzen häufig nach anhaltenden Dürrephasen ein. Dann sind die oberen Bodenschichten bereits sehr trocken und können spontan nicht viel Flüssigkeit aufnehmen. Das Regenwasser erreicht in diesen Fällen nur selten die Baumwurzeln, da es anstatt zu versickern direkt weggespült wird. Mit dem BeWa® Ablauf ist dies anders. Im Zusammenspiel mit den geschlitzten, mit einem Geotextil ummantelten Bewässerungsrohren leitet er das Niederschlagswasser genau dorthin, wo der Baum dies für eine gesunde Entwicklung braucht.“ Mit Hilfe des Steigrohres kann auch die aktive Bewässerung während Trockenperioden erleichtert werden. In diesem Fall nehmen die Bewässerungsrohre das Wasser auf und geben es sukzessive an den Wurzelbereich ab.

Platzsparende Lösung

Für die 13 neuen Bäume wurden Pflanzgruben zwischen zwölf und 15 m3 ausgehoben. Der Einbau der Funke-Produkte ging gut von der Hand, wie Polier Michel Lange von der Josef Hebel GmbH betont: „Die Betreuung durch den Fachberater war sehr gut. Lars Köhler war beim Setzen des ersten Bewässerungssets vor Ort und war auch danach jederzeit erreichbar. Zusammen mit den gut zu handhabenden Produkten war das somit eine runde Sache.“ Auch bei der Stadt Memmingen ist man mit der Lösung zufrieden. Jaitner: „Mit den Planungen für die Maßnahme haben wir bereits 2023 begonnen. Dabei war uns von Anfang an bewusst, dass das reine Pflanzen von urbaner Vegetation in Zeiten des Klimawandels nicht ausreicht. So haben wir verschiedene Lösungen diskutiert, wie die Standorte besser vor Austrocknung geschützt werden können. In unserer historischen Altstadt schied die unterirdische Speicherung von Regenwasser aus Platzgründen direkt aus. Aber mit den Funke-Produkten haben wir eine effiziente und platzsparende Lösung gefunden.“

Dies trifft auch für die HS®-Kontrollschächte DN/ OD 400 zu. Die Stadt ließ sie im Rahmen der Maßnahmen zur Baumbewässerung an den Stellen, wo es realisierbar war, zwischen dem bestehenden Steinzeugkanal und den neu verlegten HS®-Hausanschlussleitungen DN/ OD 160 einsetzen. Der Vorteil: Die Kontrollschächte sind eigens dafür konzipiert, begrenzt zur Verfügung stehenden Raum optimal auszunutzen und bieten einen idealen Zugang für den Einsatz von Kamera- und Reinigungstechnik.

Nach dem Sommer 2026 sollen die Arbeiten in der Altstadt abgeschlossen sein. Dann wird sich die Zangmeisterstraße in neuem Licht präsentieren. Denn gleichzeitig mit der Bepflanzung ist der Bereich auch verkehrsberuhigt worden. Alles in allem dienen die Maßnahmen einer verbesserten Aufenthaltsqualität.