Neues und Altbewährtes

Funke Kunststoffe

Neues und Altbewährtes

HS®-Kanalrohrsystem und Funke Kunststoffschächte bei Erschließung eines Neubaugebietes in Weinstadt verbaut

Fehlender Wohnraum ist in Städten und Gemeinden ein weit verbreitetes Problem, mit dem sich auch die Stadt Weinstadt, etwa 15 km östlich von Stuttgart gelegen, konfrontiert sieht. Gemeinsam mit dem Erschließungsträger LBBW Kommunalentwicklung GmbH, Stuttgart, wurde bei den zuständigen Abteilungen der Stadt Weinstadt nach Möglichkeiten gesucht, gegen die Wohnungsnot aktiv vorzugehen. Das Ergebnis dieser Suche ist das Neubaugebiet Halde V, das mit einer Fläche von rund 3,3 Hektar am Ortsrand im Westen des Weinstädter Stadtteils Endersbach liegt. Hier sollen zukünftig etwa 500 Menschen ihren Wohnraum in Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern oder barrierefreien Wohnungen – speziell geeignet für Senioren – finden. Wo gestern noch Ackerfläche war, soll bald schon ein attraktiver neuer Lebensmittelpunkt entstehen. Doch bevor sich die Anwohner der Halde V auf dem hochwertig gestalteten Platz der neuen Quartiersmitte zum Austausch treffen können, müssen als erstes die Leitungen der Ver- und Entsorgung verlegt werden. Für den Bereich der Entsorgungsleitungen entschied sich die Stadt Weinstadt für das HS®-Kanalrohrsystem von der Funke Kunststoffe GmbH, Hamm. Fachgerecht verbaut wurden die HS®-Rohre und ‑Formteile von der Klöpfer GmbH & Co. KG aus Winnenden nach den Planungen von Klinger und Partner, Ingenieurbüro für Bauwesen und Umwelttechnik GmbH, Stuttgart.

Gute Erfahrungen gaben den Ausschlag

Die Planungen im Rahmen der Erschließung sehen für das Neubaugebiet eine Trennkanalisation vor, d. h. Regen- und Schmutzwasser werden getrennt voneinander abgeleitet. Während die Schmutzwasserleitungen DN 250 an das bestehende Kanalnetz der angrenzenden Bebauung angeschlossen werden konnten, erfolgt die Ableitung des Regenwassers über Leitungen DN 300 zunächst in ein Regenrückhaltebecken. Von dort wird es dann gedrosselt an den nahegelegenen Haldenbach abgegeben. So lassen sich auch Starkregenereignisse gut bewältigen. Schnell war bei den Planungen klar, dass in dem Neubaugebiet Halde V Kunststoffrohre für die Schmutz- und Regenwasserleitungen zum Einsatz kommen sollten.

Aufgrund der sehr guten Erfahrungen, die die Stadt Weinstadt mit den Produkten der Funke Kunststoffe GmbH in den letzten 20 Jahren bereits gemacht haben, und da das neue Entwässerungsnetz zum bisherigen Bestand passen sollte, fiel den Verantwortlichen die Entscheidung an dieser Stelle leicht, wieder auf die Rohre aus Hamm zu setzen. „Gute Qualität setzt sich durch“, unterstreicht Gerald Barth, Fachberater im Geschäftsbereich Tiefbau bei Funke Kunststoffe die Entscheidung für das HS®-Kanalrohrsystem. Insgesamt wurden rund 2.800 Meter HS®-SN 16-Rohre DN/OD 160 bis 500 sowohl für die Regen- als auch die Schmutzwasserleitungen geliefert und eingebaut. Dipl.-Ing. (FH) Alexander Breichler, Bauleiter von Klöpfer GmbH & Co. KG, zeigte sich insgesamt sehr zufrieden mit der Wahl für die Funke-Rohre: „Die Rohre lassen sich sehr gut und schnell verlegen – einfetten, zusammenstecken und fertig!“ Auch das relativ geringe Gewicht mache die Handhabung auf der Baustelle sehr komfortabel. Zudem lassen sich die Rohre bei Bedarf gut auf die benötigte Länge mit einem Trennschneider kürzen und das Spitzende für die Steckverbindung anfasen. Durch die farbliche Trennung in braune (Schmutzwasserleitungen) und in blaue Rohre (Regenwasserleitungen) lassen sich die beiden Leitungssysteme jederzeit auch optisch sehr gut unterscheiden. Die hohe chemische Beständigkeit der Rohre und die wurzelfesten bzw. wurzeldichten Rohrverbindungen runden die Vorteile des HS®-Kanalrohrsystems ab.

Öfter mal was Neues

Stillstand ist für die Entwickler aus dem nordrhein-westfälischen Hamm ein Fremdwort. „Durch ständige Weiter- und Neuentwicklungen können wir immer mehr Komplettlösungen aus einer Hand anbieten“, freut sich Barth. Für Weinstadt hieß das konkret: Zum ersten Mal kamen bei der Erschließung der Halde V auch sechs Funke Kunststoffschächte DN 1000 auf einer Stichstraße zum Einsatz. Damit wollte die Stadt Weinstadt die Leistungsfähigkeit des neuen Produktes testen. „Wenn sich die Schächte bewähren, ist ein Einsatz bei anderer Gelegenheit für uns denkbar“, so Jürgen Kern, Technischer Leiter der Stadtentwässerung Weinstadt und stellvertretender Leiter des Tiefbauamtes. Dabei hatten die Funke Kunststoffschächte auch die besondere Anforderung zu erfüllen, dass sowohl die Schmutzwasser- als auch die Regenwasserleitungen gemeinsam durch die Schächte geführt werden mussten. Bei diesem sogenannten Kombischacht wird das Schmutzwasser durch ein offenes Gerinne im Schachtboden abgeleitet, während das Regenwasser durch eine tangential angeordnete, geschlossene Rohrleitung oberhalb davon durch den Schacht fließt. Für Inspektions- und Reinigungszwecke ist diese Rohrleitung mit einer wasserdicht verschließbaren Revisionsöffnung ausgestattet, die aus dem Schachtinneren heraus geöffnet werden kann. So ist sichergestellt, dass keine Vermischung des Schmutz- und Regenwassers stattfinden kann.

Für Funke stellte die Herstellung dieser Schächte kein Problem dar. Durch die Ausführung des Steigrohres als monolithisch gefertigtes Profilrohr war die Herstellung der geschlossenen Regenwasserdurchführung in jeder beliebigen Höhe problemlos im Werk möglich. Darüber hinaus wirkt die profilierte Außenseite des Steigrohres bei einer fachgerechten Verdichtung beim Einbau des Schachtes dem Auftrieb des Steigrohres entgegen. Zusätzlich lässt es sich bei Bedarf auch auf der Baustelle noch in 10 cm-Schritten kürzen. Unschlagbar aber ist im Vergleich zu Schächten aus anderen Materialien das geringe Gewicht. „Für den Transport auf der Baustelle und das Setzen der Schächte reichte der mitgelieferte spezielle Verlegegurt und ein normaler Bagger, der auch für die Erdarbeiten eingesetzt wurde“, erläutert Barth.

Mit dem Baufortschritt zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden. Auch die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos. Die gesamte Erschließungsmaßnahme soll Mitte 2019 abgeschlossen sein und anschließend mit der Bebauung begonnen werden.

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