Effizienz und Sicherheit im Quadrat

ULMA

Effizienz und Sicherheit im Quadrat

27. Juni 2022

Effizienz und Sicherheit im Quadrat

Roche setzt auf ULMA-Schalungen

Der Pharmakonzern Roche erweitert derzeit seine Labor- und Produktionskapazitäten am Standort in Mannheim. Mit CC-4 Protect, ORMA, F-4 MAX, der Fassadenschalung MK sowie Deckentischen MK hat die bauausführende Arge gleich mehrere exakt aufeinander abgestimmte Schalungslösungen der ULMA Construction GmbH, Rödermark, für die fristgerechte Realisierung des Rohbaus eingesetzt. Gerade in Hinsicht auf eine gehobene Arbeitssicherheit und Schalungseffizienz war die Moduldeckenschalung CC4-Protect für die Baustelle mit einer Stockwerkshöhe von 5 Metern wie gemacht.

Mit über 8.000 Mitarbeitern ist der Schweizer Pharmakonzern Roche der größte Arbeitgeber in Mannheim. Das Unternehmen betreibt in der baden-württembergischen Stadt seinen drittgrößten Standort weltweit. Jedes Jahr werden von hier aus eine Million Bestellungen mit 63.000 Tonnen Transportvolumen an Diagnostika und Medikamenten in alle Welt geliefert.

Derzeit investiert Roche kräftig in seinen Mannheimer Standort: Roche Real Estate Services Mannheim GmbH beauftragte die aus den Bauunternehmungen Ludwig Streib GmbH, Mannheim, und A. Altenbach GmbH, Heidelberg, bestehende Arge, die Labor- und Produktionskapazitäten nach den Plänen des Ingenieurbüros für Bauwesen Schumer, Kienzle + Riffel GmbH, Karlsruhe, auszubauen. Der 50 Meter breite, 55 Meter lange und 25 Meter hohe Neubau umfasst ein Untergeschoss sowie fünf Etagen. Die Realisierung des Rohbaus erfolgte zwischen Juni 2021 und März 2022.

Sicherheit trifft auf Arbeitserleichterung

Um die Themen Absturzsicherheit, Unfallprävention und Arbeitseffizienz grundlegend zu optimieren, hat ULMA mit der CC-4 Protect eine marktgerechte technische Lösung für ein sicheres Arbeiten von oben entwickelt, die derzeit in puncto Sicherheit eine Alleinstellungslösung im Schalungsmarkt darstellt. Auch für die gehobenen Anforderungen in Mannheim war die Weiterentwicklung der bewährten CC-4-Moduldeckenschalung eine Punktlandung. Hier wurden rund 15.000 m2 Decken mit der CC-4 Protect geschalt. Die besondere technische Raffinesse, die von Anwendern nicht zuletzt wegen ihrer Praxistauglichkeit und Sicherheit geschätzt wird, liegt in vielen ausgeklügelten Details: CC-4 Protect besteht aus einem integrierten Fall- und Seitenschutz, der sicher vom Boden aus montiert wird. So eingerichtet, werden die rund 23 Kilogramm schweren Fallschutzgitter modulweise je nach Baufortschritt von oben weiter verschoben und rasten mittels der integrierten Bremsmechanik automatisch in der nächsten Arbeitsposition ein. Dank dieser Absturzsicherung können die Paneele von oben, ohne das Tragen einer Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSgA), verlegt werden. Der bei ULMA Construction zuständige Projektleiter Pasquale Briamonte, beschreibt die Vorteile des Systems: „Es verbindet Sicherheit mit Komfort: Werden die Paneele von unten verlegt, ist das sehr kräftezehrend. Lange Zeit hat das Verlegen von oben jedoch eine PSgA erforderlich gemacht. Mit CC-4 Protect ist das anders: Die Arbeiter können sich frei auf der Decke bewegen, ohne sich vorher einhängen zu müssen. So wird ihr Aktionsradius nicht eingeschränkt. Das macht die Arbeiten auf der oberen Deckenfläche nicht nur sicherer, sondern lässt sie auch schneller von der Hand gehen.“ Polier Zeljko Antunovic von der A. Altenbach GmbH kann dies bestätigen: „Wir sind sehr gut vorangekommen. Dank der Absturzsicherung war das Arbeiten für uns angesichts einer Deckenhöhe von 5 Metern deutlich einfacher.“

Massive Unterzüge zur Lastabtragung

CC-4 Protect überzeugte in Mannheim jedoch nicht nur dank ihres Sicherheitsstandards. Auch für die Architektur des Neubaus mit seiner fast quadratischen Hallenkonstruktion bot das ULMA-System eine passgenaue Schalungslösung. Die Last der ebenen Decken liegt auf massiven Unterzügen beziehungsweise zwischen Wand und Unterzug, ohne einzelne Stützen dazwischen. Briamonte: „Zunächst wurden die Wände vorbetoniert. Danach konnten die Felder der Deckenschalung aufgebaut werden. Da die Deckenfelder über die gesamte Länge von 55 Metern frei waren und keine Störstellen oder Stützen mitten im Raum berücksichtigt werden mussten, konnten die Fallschutzgitter sehr einfach in die nächste Position verschoben werden. Mit der Modulschalung CC-4 Protect konnte also auf die Länge gesehen durchgeschalt werden.“ Antunovic: „Die Unterzüge haben wir mit Deckentischen hergestellt. Mit 70 Zentimeter Breite und 1,18 Meter Höhe sind sie sehr massiv. Das zeigt auch der Materialverbrauch: Für einen Unterzug haben wir 9 Tonnen Eisen und 25 m3 Beton eingesetzt.“

Die quadratischen Stützen mit einer Kantenlänge von 60 Zentimeter und einer Höhe von 3,55 Meter stellten die Mitarbeiter der Arge unter den Unterzügen mit Hilfe der Klappstützenschalung F-4 Max von ULMA her. Sie besteht aus vier gleichen, zusammenklappbaren Elementen und kann als komplette Einheit verschoben werden, was das Schalen der Stützen deutlich erleichterte.

Mit ORMA und der Fassadenschalung MK wurden in Mannheim noch weitere Elemente aus dem ULMA-Baukasten genutzt. ORMA hat sich seit Jahrzehnten als wirtschaftliche Schalungslösung für vertikale Bauteile bewährt. In Mannheim kam die Rahmenschalung, die mittels Richtspannern zu Schaleinheiten verbunden wird, für die Realisierung der Wände zum Einsatz.

Insgesamt ist man bei der Arge mit den Schalungsprodukten – aber auch mit dem Service von ULMA – sehr zufrieden, wie Antunovic zusammenfasst: „Die Lieferung hat hervorragend geklappt. Wir haben das, was wir bestellt haben, immer gleich geliefert bekommen.“ So konnten die Schalungsarbeiten am Neubau von Roche in Mannheim fristgerecht abgeschlossen werden.